Nochmals zum Meldegesetz: Geschichte des Meldewesens und neue Skandale

Am 15. Oktober habe ich in „Skandalgesetz – totale Kontrolle im Meldewesen ab dem 1. November 2015“ über die Neuerungen im Melderecht und der damit einhergehenden massiven Verschärfung der Kontrolle der Bürger in Deutschland berichtet.

Die dunkle Vorgeschichte des Meldewesens

Wenig bekannt ist, dass das Meldewesen erst zu Zeiten des Nazi-Reiches etabliert wurde. Zwar kann ich im Internet nichts über dessen Entwicklung in den Jahren 1933 – 1937 finden; aber allein das Nachfolgende sollte uns aufhorchen lassen:

Damals, am 6. Januar 1938, wie heute wird/wurde die Meldepflicht aus den Händen der Länder* in die Zuständigkeit des Bundes bzw. des Reiches gebracht.¹ Der 6. Januar war der Tag, an dem die Reichsmeldeordnung erlassen wurde. Diese brachte eine Vereinheitlichung der Melderegister mit sich und vereinfachte das Arbeiten des Staatsapparates stark. Auf diese Weise wurde die Selektion sowie die nachfolgende Deportation der Juden vereinfacht.²

Lesen Sie die Reichsmeldeordnung von damals bitte genau durch! Sie gleicht sich in vielen Punkten mit dem neuen Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens, welches am 1. November in Kraft treten wird. Das Dokument öffnet sich, wenn Sie auf das Bild unten klicken.

Reichsmeldeordnung

In diesem Dokument von der Internetseite wiki.freiheitsfoo.de finden Sie auch eine Zusammenstellung der erschreckenden Übereinstimmungen beider Erlasse: klick!

In einem Aufsatz des Bundesministeriums des Innern über die Geschichte des Meldewens finden Sie erstaunlicherweise keinen Hinweis auf die Entwicklung in der Nazi-Zeit. Schauen Sie selbst! Weiterlesen

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